Zu Beginn des Jahres klopfen sie gerne etwas lauter an die Tür: Die guten Vorsätze, was das eigene Konsumverhalten angeht. Die Gedanken kreisen dabei schwungvoll um unsere Lieblingsfrage: „Was brauche ich wirklich?“ Im Internet laden viele kleine Challenges dazu ein, sich selbst etwas genauer auf die Finger zu gucken, ganz unverbindlich, ohne großen Zeit- oder Planungsaufwand. Zum Beispiel innerhalb von 15 Minuten spontan 15 Gegenstände auszusortieren, die man nicht mehr benutzt („Huch, besitze ich wirklich 25 Jeans/ Handtaschen/ Schals?!“). Kleine Aufgabe, große Wirkung inklusive Aha-Moments. Wenn die Selbstreflexion beginnt, stoppt sie (fast) nichts! Manche nutzen die Motivation des frischen Jahrzehnts auch dafür, die Wohnung komplett auf den Kopf zu stellen und sich einen Überblick über ihren gesamten Besitz zu verschaffen. Auch das kann durchaus seinen Unterhaltungswert haben und einige spannende Kuriositäten und schöne Erinnerungen aus den hintersten Schrankecken hervorlocken. Aufräum-Party mit ein paar Freunden gefällig? Obwohl Marie Kondo schon seit mehr als 5 Jahren fragt „Does it spark joy?“, nimmt die Aktualität des Themas einfach nicht ab. Und das ist auch gut so! Denn die alles entscheidende Frage „Was brauche ich wirklich“ zielt nicht nur darauf ab, was wir von unserem eigenen Besitz getrost an unsere Mitmenschen weitergeben können, sondern auch auf unser zukünftiges Konsumverhalten. Kopfloser Kaufrausch war gestern, die Zukunft gehört dem bewussten Konsum! Die Umwelt dankt. Was haben wir zu verlieren, wenn wir vor der Entscheidung, ob wir etwas wirklich haben müssen, kurz innehalten und uns selbst hinterfragen, wie entscheidend für unser Glück dieser neue Gegenstand ist? Spoiler-Alarm: Nichts.

Zwanzigzwanzig

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